
Wenn man in Rom ist, darf man sich die Galleria Borghese nicht entgehen lassen, ein Museum, das eine sehr bedeutende Kunstsammlung beherbergt, darunter Werke von Bernini, Caravaggio, Canova und Raffael. Ein professioneller lokaler Reiseleiter wird die Galerie und ihre eleganten, anspruchsvollen und sogar herrschaftlichen Innen- und Außenbereiche erläutern. Die zugrunde liegenden Skulpturen und Gemälde in dem Gebäude stammen aus der Privatsammlung von Kardinal Scipione Borghese (1579 - 1633), einem Kunstsammler und Mäzen, Sohn von Ortensia Borghese, der Schwester von Papst Paul V. Die Aufmerksamkeit des Kardinals richtete sich auf alle Ausdrucksformen der Renaissance und der zeitgenössischen Kunst, aber er interessierte sich nicht wirklich für die mittelalterliche Kunst. So galten seine Ambitionen Skulpturen und Marmorgruppen, deren hoher Standard mit dem der antiken Kunst konkurrierte. Pauline Bonaparte als Venus Victrix, die Canova zwischen 1805 und 1808 schuf, befindet sich seit 1838 hier.
Im Jahr 1807 schenkte Camillo Borghese Napoleon 154 Statuen, 160 Büsten, 170 Flachreliefs, 30 Säulen und eine Reihe anderer Objekte, die heute einen von Borghese abgeleiteten Louvre-Katalog ausmachen. Berninis Kunstwerke (Apollo und Daphne, Der Raub der Proserpina, David, um nur einige zu nennen) nehmen auch in den Räumen der Galerie im ersten Stock eine herausragende Stellung ein - so sehr, dass man von ihnen buchstäblich gefesselt ist. Auch die Gemäldesammlung ist sehr beeindruckend: Bilder von Caravaggio, Tizian, Correggio und Raffael werden im zweiten Stock neben vielen anderen ausgestellt.
Wenn die Tour beendet ist, empfehlen wir Ihnen, draußen in der Villa Borghese zu verweilen, dem riesigen öffentlichen Garten, in dem sich die Galerie befindet. Jeder findet einen Spaziergang auf den von Bäumen gesäumten Promenaden der Villa sehr entspannend. Die Pincio-Terrasse ist zwanzig Gehminuten entfernt und ist einer der Hügel Roms. Von hier aus kann man einen herrlichen Blick nicht nur auf die Piazza del Popolo direkt darunter und das Viertel Prati genießen, sondern auch auf den Petersdom, den Gianicolo, den Quirinale, die Piazza Venezia sowie den Kapitols Hügel. Der Ausblick vom Pincio ist wirklich einzigartig!